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Semperoper - Stiftungspreis 2008


Am 16.11.08 wurde in Dresden der "Semperoper - Stiftungspreis 2008" verliehen.

Einer der beiden Preisträger in diesem Jahr ist der Bariton Christoph Pohl, jahrejang Mitglied im KNABENCHOR HANNOVER, und nun nach seiner aktiven Zeit auch schon einige Jahre Mitglied im FREUNDESKREIS KNABENCHOR HANNOVER E.V.

Wir freuen uns sehr mit Christoph Pohl über diese herrausragende Auszeichnung an eines unserer Mitglieder und gratulieren von dieser Stelle recht herzlich.

Lesen Sie im Folgenden die Berichterstattung zur Verleihung des Stiftungspreises:

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Semperoper - Stiftungspreise 2008
an Dirigent Peter Schneider und Bariton Christoph Pohl

Das 16. Preisträgerkonzert am 16. November, 11.00 Uhr in der Semperoper bildet den festlichen Rahmen für die diesjährige Verleihung des Preises der Stiftung an den Dirigenten Peter Schneider und des Christel-Goltz-Preises für Gesang an den Bariton Christoph Pohl. Mit den Preisen würdigt die Stiftung Künstler, die Profil und Qualität der Sächsischen Staatsoper Dresden entscheidend mitprägen. Der Preis der Stiftung ist mit 10.000 Euro dotiert, der Christel-Goltz-Preis mit 5.000 Euro.

Peter Schneider - Dirigent, Preisträger der Stiftung 2008

Mit 122 Dirigaten in Bayreuth gehört Peter Schneider zu den Dirigenten, die bisher am meisten im berühmten Orchestergraben auf dem „Grünen Hügel" am Pult standen. Auch im kommenden Jahr wird er dort den Taktstock zu „Tristan und Isolde" heben. Der Semperoper Dresden ist Peter Schneider seit seinem ersten Dirigat nach der Wende im Oktober 1990 fest und eng als Gastdirigent verbunden. Als ausgewiesener Kenner des deutschen Fachs ist er hier insbesondere mit den Werken von Wagner und Strauss hervorgetreten („Der Ring des Nibelungen", „Tristan und Isolde", „Parsifal", „Der Rosenkavalier", „Elektra", „Arabella", „Die schweigsame Frau", „Capriccio"). In dieser Spielzeit wird mit Carl Maria von Webers „Der Freischütz" eine weitere - mit der Semperoper originär verbundene - Oper hinzukommen.

Peter Schneider ist in Wien geboren und aufgewachsen. Mit acht Jahren kam er zu den Wiener Sängerknaben. Nach dem Studium an der Akademie für Musik in Wien folgten erste Engagements in Salzburg und Heidelberg. Danach war er Erster Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein, Generalmusikdirektor in Bremen, Generalmusikdirektor und Operndirektor in Mannheim und von 1993 bis 1998 Chefdirigent der Bayerischen Staatsoper und des Bayerischen Staatsorchesters.

Sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen gab Peter Schneider 1981, an der Wiener Staatsoper 1984 und an der Metropolitan Opera New York 1995. Peter Schneider ist als Opern- und Konzertdirigent an den weltweit führenden Häusern gefragt. Neben Dresden standen und stehen Gastdirigate in München, Hamburg und Berlin, Salzburg, Wien und Zürich, Paris, London, Barcelona und Madrid sowie New York, San Francisco und Tokio auf seinem Terminkalender.

Peter Schneider wurde von einer Kritikerjury in Barcelona viermal in Folge zum Dirigenten des Jahres gewählt, ist Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper und Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst und des Bayerischen Verdienstordens.

Christoph Pohl - Bariton, Christel-Goltz-Preisträger 2008

Im Knabenchor seiner Heimatstadt Hannover fand Christoph Pohl sein erstes künstlerisches Betätigungsfeld. Später war er Mitglied der A-cappella-Gruppe „Modell Andante" und studierte von 1998 bis 2004 Operngesang an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Schon als Student wirkte Christoph Pohl bei den Domstufen-Festspielen in Erfurt und an der Kammeroper Schloss Rheinsberg mit. Mehrere Jahre war er Solist beim Kammermusikpodium Braunschweig und bei den Göttinger Händelfestspielen.

Christoph Pohl ist Preisträger des Bundeswettbewerbs Gesang (2002) und des Robert-Schumann-Wettbewerbs (2008). Als Finalist des 4. Internationalen Wettbewerbs für Wagnerstimmen erhielt er ein Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes (2003). Von 2003 bis 2005 war Christoph Pohl Mitglied des Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper. Seit der Spielzeit 2005/2006 gehört er zum Ensemble der Semperoper. Zu seinen Rollen gehören Guglielmo („Cosi fan tutte"), Papageno ("Die Zauberflöte"), Marcello („La Bohème"), Dandini („La Cenerentola"), Harlekin ("Ariadne auf Naxos"), Melot („Tristan und Isolde"), Nachtigall („Die Meistersinger von Nürnberg") und Wolfram von Eschenbach („Tannhäuser"). In der semper kleinen szene, dem „Labor" der Semperoper, präsentierte sich Christoph Pohl als Klaus in der Uraufführung „Gadzo - eine Zigeuneroper".

Die Stiftung zur Förderung der Semperoper

Die Stiftung zur Förderung der Semperoper wurde 1992 vom Stuttgarter Unternehmer Rudi Häussler gegründet. Er hat seitdem kulturbegeisterte Freunde der Semperoper, namhafte Persönlichkeiten und Unternehmen für die Unterstützung der Semperoper gewonnen. Seit 1993 zeichnet die Stiftung alljährlich Künstlerinnen und Künstler der Sächsischen Staatsoper Dresden aus, die mit ihren Leistungen den Ruf der Semperoper in der Öffentlichkeit prägen. Im Rahmen des Preisträgerkonzerts tritt sie auch selbst an die Öffentlichkeit und wirbt um Unterstützung bei der Förderung des traditionsreichen Opernhauses. Möglich ist dies durch eine Mitgliedschaft im Kuratorium oder im Förderkreis. Die Stiftung begleitet mittels finanzieller Unterstützung ausgewählte Neuinszenierungen, ermöglicht die Verpflichtung internationaler Künstler, die Vergabe von Auftragswerken und - durch individuelle Patenschaften von Mitgliedern der Stiftung - die gezielte Förderung von Nachwuchssängerinnen und -sängern im „Jungen Ensemble Semperoper".

Quelle: www.theaterkanal.de vom 12.11.2008


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