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Knabenchor in Brüssel

Vom 30.11. bis 02.12.2008 war der KNABENCHOR HANNOVER auf Einladung der Niedersächsischen Landesvertretung bei der Europäischen Union zu Gast in Brüssel. Dort gab er am Abend des 01.12. in der Eglise St.-Jacques-sur-Coudenberg ein Adventskonzert vor geladenen Gästen der Landesvertretung unter Anwesenheit seiner Excellenz des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland beim Königreich Belgien, Herrn Prof. Dr. Reinhard Bettzuege.

In Brüssel erklang zum ersten Mal die Christvesper von Michael Praetorius, die auch bei den Weihnachtskonzerten in der Marktkirche in Hannover zur Aufführung kommen sollte.


Trotz regnerischen Wetters blieb in Brüssel dennoch die Zeit für eine Stadtführung unter kundiger Anleitung unseres ehemaligen Sängers Bernd Kappenberg, der derzeit in Brüssel für ein europäisches Unternehmen im Bereich der Chemieindustrie tätig ist.

Bevor der Chor dann am Dienstag Mittag die Rückfahrt nach Hannover antrat, durfte natürlich auch ein Abstecher zum berühmten Atomium im Expo-Park von Brüssel nicht fehlen.

 

Lesen Sie hier eine Kritik aus Brüssel:

„Am liebsten hätte ich mitgesungen"
Andachtsvolles Konzert mit niedersächsischem Flair.

Die Christvesper des Knabenchors Hannover in der Kirche Saint Jacques-sur-Coudenberg in Brüssel stand ganz im Zeichen des Wolfenbütteler Komponisten Michael Praetorius. Die EU-Vertretung des Landes Niedersachsen verband mit diesem Konzert gleich zwei musikalische Aushängeschilder: Den seinerzeit bedeutendsten Komponisten und Theoretiker Michael Praetorius, nach dem das Land seinen Musikpreis benannt hat, sowie den Knabenchor Hannover, der seit fast 60 Jahren die Stadt Hannover und Niedersachsen in aller Welt musikalisch repräsentiert.

„Die Adventszeit hat begonnen - als eine Zeit der Besinnung und der Ruhe. Doch unsere Vorweihnachtszeit ist oft geprägt von Hektik und Hast", so Niedersachsens Staatssekretär Dr. Josef Lange, der 450 Gäste in die Kirche Saint Jacques-sur-Coudenberg geladen hatte. Sodann erklangen Hymnus, Credo und Magnificat als feste Bestandteile der Vesper, ebenso wie einige von Michael Praetorius vertonte Luther-Choräle. Als Solisten sangen Manuel König (‚Tenor), Nils Ole Peters (Bariton) und Michael Jäckel (Bass) mit Begleitung von Gamben, Laute und Orgel unter der musikalischen Leitung von Jörg Breiding.

Der Knabenchor Hannover blickt auf eine beeindruckende Geschichte zurück: Im Jahr 1950 wurde er von dem Musikstudenten Heinz Hennig gegründet. Der Andrang an sangesfreudigen und talentierten Jungen war groß, und er konnte sich innerhalb kürzester Zeit einen festen Platz unter namhaften Chören nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt ersingen. Bis zur Jahrtausendwende durchliefen mehr als 1.600 Jungen diese Schule, die inzwischen jährlich 240 jungen Sängern ein zweites Zuhause bietet.

Höhepunkte des Konzerts waren für Chor, Musiker und Gäste des fast zweistündigen Konzerts gewiss das „makkaronische", aus einer Mixtur zweier Sprachen bestehende Lied „In dulci jubilo" („...nun singet und seid froh") und „Es ist ein Ros entsprungen", bei denen ich am liebsten mitgesungen hätte. Nur die Ehrfurcht vor den begnadeten Stimmen anderer hielt mich davon ab.

Ein bewegendes Konzert. Im Anschluss gab´s mit Eierpunsch, Gebäck und vielen Komplimenten für den Knabenchor einen Empfang. Dieser fand vor der Kirche statt, vor den korinthischen Säulen, die an einen griechisch-römischen Tempel erinnern, und die nicht besser zu der so besonderen Stimmung hätten passen können.

Brüssel, 04. Dezember 2008, Heide Newson


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