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Heinz Hennig

Heinz Hennig zum 9. Todestag

Heinz Hennig (* 25. Mai 1927 in Burg; † 29. Januar 2002 in Hannover) war der Gründer des KNABENCHOR HANNOVER und leitete das Ensemble von 1950 bis Ende 2001.

Hennig ging im Alter von zwölf Jahren ins Internat des Musischen Gymnasiums in Frankfurt. Zu seinen wichtigsten Lehrern zählte der Dirigent Kurt Thomas, in dessen Knabenchor Heinz Hennig mitwirkte und prägende Erfahrungen für sein späteres Wirken sammelte.

Ende der 40-er Jahre nahm Heinz Hennig sein Musikstudium in Hannover auf und gründete dort 1950 als 23-Jähriger den KNABENCHOR HANNOVER. Weitere noch heute renommierte Ensembles verdanken ihr Entstehen ebenfalls Heinz Hennigs musikalischem Pioniergeist. Allen voran der Mädchenchor Hannover und das Junge Sinfonieorchester Hannover.

Hennig gilt als einer der Wegbereiter der historischen Aufführungspraxis Alter Musik in der Gegenwart, insbesondere dokumentiert durch zahlreiche und mehrfach ausgezeichnete Rundfunk-, Schallplatten- und CD-Produktionen des Werkes von Heinrich Schütz und Andreas Hammerschmidt: Die Erstaufführung des Opus Ultimum (Schwanengesang) von Heinrich Schütz und die erste Gesamtaufnahme der „Geistlichen Chormusik 1648" setzen bis heute interpretatorische Maßstäbe.

Besondere Bedeutung erlangte Heinz Hennig mit seinem Chor darüber hinaus durch Aufnahmen zahlreicher Kantaten Johann Sebastian Bachs in enger Zusammenarbeit mit Gustav Leonhardt - veröffentlicht in der Gesamteinspielung „Das Kantatenwerk". Weiterhin widmete sich Hennig zeitlebens der Interpretation zeitgenössischer Kompositionen durch zahlreiche Uraufführungen, wie denen der Werke Alfred Koerppens.

Neben der Leitung des KNABENCHOR HANNOVER lehrte Heinz Hennig von 1962 bis 1992 als Professor für Chorleitung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Jahrzehntelang leitete er den Kammerchor der Hochschule und war von 1970 bis zu seiner Emeritierung ihr Vizepräsident.


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